Sertralin - Tag 2 - Mittag und Nachmittag

Veröffentlicht auf von Der Autorrr

11.30:

Ich kehre wieder zu mir zurück. Endlich. Mann, nach 3 Stunden Auf und Ab... Und das sogar früher als gestern. Ich bin schon auf den Nachmittag gespannt...
Es geht einfacher, wenn ich das Gefühl habe, jemand denkt an mich.. Muss aber jemand sein, den ich gerne mag, nach dem ich mich fast schon etwas sehne. Der mir Zuversicht gibt... Hmm..
Sowieso... Wenn ich ein Feedback von Menschen bekomme, geht es besser. Wobei da eine gewisse Distanz auch nicht schlecht ist...
Im Moment habe ich ultra Lust auf was süßes... Also esse ich was süßes.
Es ist fast unbeschreiblich, wie stark ich merke, spüre, dass dieser Druck vom Vormittag nachlässt. Und wieder kommen Gedanken.. .Oh mann....... Zwanghaft ist das schon fast!

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16.09:

So, bin wieder ganz bei mir, schon seit Stunden. Krass war, zu merken, dass ich aus den Nebenwirkungen rauskomme, dass es nachlässt. Ich hatte ein interessantes Gespräch mit einem Verhaltenstherapeuten, der mich mit seiner Art relativ gut beruhigen konnte... Perfide, welche rhetorisch-psychologischen Tricks er angewendet hat... Ich habe ... mitgespielt ;)
Dabei ist mir bewusst geworden, dass mir schon sehr vieles klar und bewusst ist. Somit wäre eine tiefenpsychologische Therapie vielleicht sogar nicht nötig. Außerdem habe ich mich daran erinnert, wie ich in schweren Zeiten immer wieder mein Verhalten geändert habe, zum Positiven. Also würde auch eine Verhaltenstherapie am Ende ausfallen. Oder beides zu einem Teil. Was mir immer geholfen hat bisher war reden mit den richtigen Fragen. Vielleicht würde also eine Gesprächstherapie ausreichen...
Aber heute nicht mehr, heute bin ich einfach froh, dass ich mich ohne nervige Nebenwirkungen zurücklehnen kann und ich aufgrund der Abwesenheit meiner Chefin einfach nur schreiben kann.
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