Gedanken am Morgen
Ich bin es ja schon gewöhnt, dass nach einer Phase der Wut eine Angst kommt, zu verlieren. Jemanden zu verlieren. Und eine starke Sehnsucht. Und ein Gefühl des Sich-entschuldigen-müssens, damit alles wieder gut wird.
Doch, was habe ich falsch gemacht? War meine Wut überzogen? Oder meine Handlung? Ich denke, die Person hat nichts mitbekommen von meinen Handlungen. Auch hier merke ich, dass ich Schwierigkeiten habe, mein Leben von dem anderer zu trennen. Dass andere nicht spüren können, was ich spüre, nicht sehen, was ich sehe. Dass sie eigenständige Personen sind.
Gestern habe ich gegen meinen Willen auf Ratschlag einer wichtigen Person einer anderen nicht zurückgeschrieben, um mich rar zu machen. Ich fühlte mich dabei schuldig, dann stark und toll und konnte den Rest des Abends nur weitermachen, indem ich mich als absolutes Arschloch gesehen habe, dem alle anderen Menschen scheißegal sind. Das bin ich nie gewesen, nur in Wutzuständen. Ich mag diese Art nicht, ich würde es nicht ausstehen können, wenn das jemand mit mir machen würde, besonders, wenn ich etwas für den Menschen empfinde.
Aber so viele sagen "Du musst ein Schwein sein in dieser Welt". Zum reinen Selbstschutz? Oder um sich wirklich interessanter zu machen? Klar, Menschen, die sich anbiedern, sind unangenehm, das kennt jeder und dennoch fällt es mir schwer, bei Menschen, die ich sehr gerne mag, die mich anziehen, mich zu distanzieren. In der Arbeit habe ich damit weniger Probleme, denn jeder hat sene Aufgaben und man trifft sich in den Pausen und ggf. auch mal zum weggehen. Wobei ich hier mich inzwischen stark zurückhalte.
Ein Schwein sein... Warum ist das nötig? Haben die Menschen Angst vor Gefühlen? Oder bin ich wirklich so gefühlsdistanzlos, dass es einfach ein Problem von mir ist? Und haben alle Menschen das Problem oder nur wenige?
Ich fühle mich jedenfalls scheiße, weil ich "gelogen" habe. Aber eigentlich auch wieder nicht. Ich hatte keine wirkliche Zeit. Ich war unterwegs mit Bekannten und bekam eine Nachricht, dass die andere Person nun Zeit zum telefonieren hätte und ich wollte erst anrufen, ganz kurz, dann dachte ich, das lohnt nicht, also schreibe ich, dass es gerade nicht geht. Aber das habe ich dann auf Anraten gelassen und am Ende nichts geschrieben.
Warum kann ich mich hier nicht distanzieren? Ich glaube hier übrigens nicht, dass die andere Person das gecheckt hat. Aber dennoch fühle ich mich nicht besonders gut dabei...
Das blinde Vertrauen, das wir als Kinder hatten... Es ist einfach weg. Überall lauern Gefahren, Enttäuschungen, Verarschungen, Neid, Missgunst... Auch ich bin vor diesen Handlungen und Gefühlen nicht gefeit, auch ich bin neidisch und missgönne anderen oft ihr Glück.
Gerechtigkeit... Ich bin ein gerechter Mensch, das ist einer meiner Hauptwerte. Wenn ich Ungerechtigkeit spüre, werde ich sauer. Und wenn ich Ungerechtigkeit gegen mich spüre, werde ich teilweise sehr unangenehm. Ich bin nach einer Entschuldigung, bzw. Einsicht des Fehlers eines anderen nicht nachtragend. Nein, wirklich nicht. Erst dann löst sich aber der Wutknoten in mir und ich kann weitermachen.
Es gibt mehrere Wutknoten in mir, die noch nicht gelöst sind. Einige Ungerechtigkeiten aus der Kindheit konnte ich, ohne mit den Beteiligten zu sprechen, für mich lösen... Wir waren Kinder und Kinder sind einfach so. Und Eltern machen Fehler. Ich kann verzeihen. Und ich kann auch vieles nach langer Zeit vergessen oder als unwichtig erklären, aber es dauert oft sehr sehr sehr lange und es belastet am Ende mich. Auch meine Schuld... Ich weiß, dass ich viele Male Menschen verletzt habe und fühle diese Schuld in mir teilweise ganz deutlich. Und für meinen Seelenfrieden möchte ich mich so gerne entschuldigen. Aber die anderen wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, worum es mir geht, haben die Situationen vielleicht verdrängt?
Ist es selbstsüchtig, für sich Gerechtigkeit walten zu lassen? Dass ich mich entschuldige, um diesen Druck loszuwerden? Jeder hat das Recht, glücklich zu sein. Ich auch. Ich habe das Recht, glücklich zu sein. Habe ich die Pflicht, andere durch mich nicht unglücklich zu machen?
Ich denke, wenn ich es schaffe, kein Schwein zu sein, aber mich gründlich zu distanzieren... Wenn ich es schaffe, Spaß zu haben durch mich und nicht mich von anderen abhängig mache. Oh mein Gott, das ist eine Traumvorstellung! Wenn ich einfach ich bin und Menschen an mich heranlasse, weil ICH das will und sie mich sozusagen in mir, meinem zuhause, besuchen kommen... Und ich danach aber wieder ich sein kann... Wenn ich durch Eindrücke und Menschen und die Zeit, die ich mit ihnen verbringe, mein Zuhause schöner gestalte, aber es immer mein Zuhause bleibt... Das wäre befreiend. Und dann, irgendwann, mein Zuhause mit jemand ganz besonderem teilen. Was für eine komische... ungewohnte .. aber dennoch schöne und stabile Vorstellung.
Doch, was habe ich falsch gemacht? War meine Wut überzogen? Oder meine Handlung? Ich denke, die Person hat nichts mitbekommen von meinen Handlungen. Auch hier merke ich, dass ich Schwierigkeiten habe, mein Leben von dem anderer zu trennen. Dass andere nicht spüren können, was ich spüre, nicht sehen, was ich sehe. Dass sie eigenständige Personen sind.
Gestern habe ich gegen meinen Willen auf Ratschlag einer wichtigen Person einer anderen nicht zurückgeschrieben, um mich rar zu machen. Ich fühlte mich dabei schuldig, dann stark und toll und konnte den Rest des Abends nur weitermachen, indem ich mich als absolutes Arschloch gesehen habe, dem alle anderen Menschen scheißegal sind. Das bin ich nie gewesen, nur in Wutzuständen. Ich mag diese Art nicht, ich würde es nicht ausstehen können, wenn das jemand mit mir machen würde, besonders, wenn ich etwas für den Menschen empfinde.
Aber so viele sagen "Du musst ein Schwein sein in dieser Welt". Zum reinen Selbstschutz? Oder um sich wirklich interessanter zu machen? Klar, Menschen, die sich anbiedern, sind unangenehm, das kennt jeder und dennoch fällt es mir schwer, bei Menschen, die ich sehr gerne mag, die mich anziehen, mich zu distanzieren. In der Arbeit habe ich damit weniger Probleme, denn jeder hat sene Aufgaben und man trifft sich in den Pausen und ggf. auch mal zum weggehen. Wobei ich hier mich inzwischen stark zurückhalte.
Ein Schwein sein... Warum ist das nötig? Haben die Menschen Angst vor Gefühlen? Oder bin ich wirklich so gefühlsdistanzlos, dass es einfach ein Problem von mir ist? Und haben alle Menschen das Problem oder nur wenige?
Ich fühle mich jedenfalls scheiße, weil ich "gelogen" habe. Aber eigentlich auch wieder nicht. Ich hatte keine wirkliche Zeit. Ich war unterwegs mit Bekannten und bekam eine Nachricht, dass die andere Person nun Zeit zum telefonieren hätte und ich wollte erst anrufen, ganz kurz, dann dachte ich, das lohnt nicht, also schreibe ich, dass es gerade nicht geht. Aber das habe ich dann auf Anraten gelassen und am Ende nichts geschrieben.
Warum kann ich mich hier nicht distanzieren? Ich glaube hier übrigens nicht, dass die andere Person das gecheckt hat. Aber dennoch fühle ich mich nicht besonders gut dabei...
Das blinde Vertrauen, das wir als Kinder hatten... Es ist einfach weg. Überall lauern Gefahren, Enttäuschungen, Verarschungen, Neid, Missgunst... Auch ich bin vor diesen Handlungen und Gefühlen nicht gefeit, auch ich bin neidisch und missgönne anderen oft ihr Glück.
Gerechtigkeit... Ich bin ein gerechter Mensch, das ist einer meiner Hauptwerte. Wenn ich Ungerechtigkeit spüre, werde ich sauer. Und wenn ich Ungerechtigkeit gegen mich spüre, werde ich teilweise sehr unangenehm. Ich bin nach einer Entschuldigung, bzw. Einsicht des Fehlers eines anderen nicht nachtragend. Nein, wirklich nicht. Erst dann löst sich aber der Wutknoten in mir und ich kann weitermachen.
Es gibt mehrere Wutknoten in mir, die noch nicht gelöst sind. Einige Ungerechtigkeiten aus der Kindheit konnte ich, ohne mit den Beteiligten zu sprechen, für mich lösen... Wir waren Kinder und Kinder sind einfach so. Und Eltern machen Fehler. Ich kann verzeihen. Und ich kann auch vieles nach langer Zeit vergessen oder als unwichtig erklären, aber es dauert oft sehr sehr sehr lange und es belastet am Ende mich. Auch meine Schuld... Ich weiß, dass ich viele Male Menschen verletzt habe und fühle diese Schuld in mir teilweise ganz deutlich. Und für meinen Seelenfrieden möchte ich mich so gerne entschuldigen. Aber die anderen wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, worum es mir geht, haben die Situationen vielleicht verdrängt?
Ist es selbstsüchtig, für sich Gerechtigkeit walten zu lassen? Dass ich mich entschuldige, um diesen Druck loszuwerden? Jeder hat das Recht, glücklich zu sein. Ich auch. Ich habe das Recht, glücklich zu sein. Habe ich die Pflicht, andere durch mich nicht unglücklich zu machen?
Ich denke, wenn ich es schaffe, kein Schwein zu sein, aber mich gründlich zu distanzieren... Wenn ich es schaffe, Spaß zu haben durch mich und nicht mich von anderen abhängig mache. Oh mein Gott, das ist eine Traumvorstellung! Wenn ich einfach ich bin und Menschen an mich heranlasse, weil ICH das will und sie mich sozusagen in mir, meinem zuhause, besuchen kommen... Und ich danach aber wieder ich sein kann... Wenn ich durch Eindrücke und Menschen und die Zeit, die ich mit ihnen verbringe, mein Zuhause schöner gestalte, aber es immer mein Zuhause bleibt... Das wäre befreiend. Und dann, irgendwann, mein Zuhause mit jemand ganz besonderem teilen. Was für eine komische... ungewohnte .. aber dennoch schöne und stabile Vorstellung.
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