Enttäuschung

Veröffentlicht auf von Der Autorrr

Ich bin soeben enttäuscht worden und bin sehr gespannt, wie ich damit umgehen werde... Ggf. bin ich sogar belogen worden. Wie geht man damit am besten um? Bzw. wie gehe ich damit um?

Ich merke, dass ich nach Alternativen suche und nach starken Menschen Ausschau halte, merke, dass meine Stärke im Moment zurückgeht, dass ich gerade schwach werde und mein Gesicht zu einer Maske wird. Mein Hungergefühl geht, wie immer wenn ich schlecht drauf bin, zurück, fast schon ins angewidert sein. Hass und Bestrafungsgedanken bauen sich in mir auf. Und der Wunsch, dass mir das alles am Arsch vorbei geht.

Allerdings hat die Grübelei noch nicht so richtig angefangen, wie es sonst der Fall ist. Ich merke, wie sich mein Gelerntes meldet, der Lernprozess, das von mir zu schieben und mich zu distanzieren. Distanzieren von zerstörerischen Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Übertriebenen, vorschnellen Handlungen.

Mein Vertrauen ist sehr stark gesunken. Ich werde wieder sehr distanziert an die Sache herangehen. Wieder lernen. Daraus lernen, dass vorschnelle Erwartungen... einfach scheiße sind.

Ich frage mich, ob ich anders reagieren würde, wäre ich gerade nicht in medikamentöser Behandlung.

Ich habe das Bedürfnis, mich zu verkriechen. Ich denke, ich werde das auch tun. Ich mag mich nicht für meine scheiß Erwartungen, da komme ich mir gerade echt blöd vor. Ich will stark aus der Sache herauskommen, mich nicht in Alkohol oder anderem Berauschendem flüchten, es nehmen "wie ein Mann". Mich davon nicht kratzen lassen.
Es kratzt an meinem Ego und an meinem Vertrauen und gibt mir das Gefühl, noch härter sein zu müssen. Ich werde mich wohl oder übel wieder distanzieren, so wie es mich die Großmeisterin des Grenzensetzens gelehrt hat. Und jetzt geh ich nach Hause, hab keine Lust mehr.
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Veröffentlicht in Gedanken

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