5. Tag Citalopram - wichtiges Gespräch
Huiuiui... Seit gestern Abend nehme ich die normale Dosis von 20mg Citalopram und irgendwie ballert das Zeug ganz schön. Aber es fühlt sich nicht unangenehm an. Leider konnte ich nicht besonders gut und erholsam schlafen, das würde ich auch gerne mal wieder...
Ich bin ja gestern im Training einer Person begegnet, die, wie ich in meinem letzten Artikel geschrieben habe, wahrscheinlich komische oder krasse Gefühle in mir auslösen würde. So ist es auch geschehen. Ich bin ihr aus dem Weg gegangen, wo es ging, aber die Anziehungskraft kann ich dennoch nicht leugnen. Ich bin nunmal... verliebt in diese Person und das ist mir auch klar und es ist ok für mich. Auch wenn ein Teil in mir sich wünscht, nicht verliebt zu sein. Der andere Teil wünscht sich sehr, dass diese Person für mich auch so fühlt.
Ich wusste, dass wenn ich ihr weiter aus dem Wege gehen würde, mein Loch sich weiter öffnen würde und ich Gefahr laufen könnte, weiter herunterzufallen. Ich war viel zu aufgedreht und habe versucht, alles zu überspielen. Scheinbar hat es geklappt, was alle anderen im Training angeht...
Ich habe dann aber den Mut zusammengenommen und bin von meinem Verachtungsross gestiegen und habe mit ihr gesprochen. Darüber, was am letzten Freitag schief lief, dass ihr Verhalten scheiße war, meins aber auch und dass das einfach ein Kackabend war. Dann, dass ich so einfach nicht weitermachen kann. Dass wir Kontakt, zärtlichen, erotischen, freundschaftlichen, haben und ich mir mehr davon erhoffe, sie dann aber abblockt... Aber dennoch mit diesem Kontakt weitermacht. Selbstverständlich nicht ohne mein Zutun! Aber ich merke, dass es mir nicht gut tut und verdammt, ich muss an meine Seele denken und... loslassen. Ich weiß, dass ich loslassen muss, sonst gehe ich kaputt. Ich darf mich nicht weiter selbst aufgeben, nur um diese schönen Gefühle zu bekommen. Das weiß ich. Ich weiß es ja, aber es ist so schwer, es nicht zu tun. Sie hat mir damit wehgetan, dass sie nicht bereit war/ist, den Mut aufzubringen, sich dem Risiko zu stellen, auch wenn sie dabei die Chance verpasst, etwas schönes zu erleben. Denn sie sagt selbst, sie sei verknallt.
Sie hat mir gesagt, dass sie mir nie wehtun wollte. Das glaube ich ihr. Und ich merke, wie ein Teil in mir das glauben will und auch glaubt, der reife, erfahene Teil in mir. Das Kind in mir, das verletzt wurde jedoch, will sie hassen und und patzig reagieren. So wie ich es früher getan habe. Aber diese Verachtungs- und Verdrängungsstrategie ist infantil und keine Lösung.
Ich muss nicht mit ihr zusammensein. Ich muss es nichtmal wollen. Alles hat seine Zeit und alles ändert sich ständig. Und wenn sie nicht kann, dann ist das so, dann hat das nichts mit mir zu tun. Und ich sollte sie nicht überreden versuchen, sollte meine Kraft nicht dafür verschwenden.
Jaja, der Kopf schreibt gerade, der Bauch... das Herz sagt einfach noch was anderes... Und macht sich Hoffnungen. Hier kann wohl nur die Zeit die Wunden heilen. Ich hoffe so sehr, dass ich da gut rauskomme.
Ich glaube, es ist noch nicht alles gesagt, was geklärt werden muss, aber für den Augenblick muss es genügen. Ich möchte gerne meine Gedanken wieder auf mein Leben richten. Und wieder schönes erleben uns genießen können. Ohne Kummer.
EDIT Mittags
Ich konnte mich heute schon besser konzentrieren, allerdings... Habe ich keine Ambitionen, mich an die Arbeit zu setzen. Zu gemütlich ist es, sich Gedanken zu machen und mit Freunden über das Leben und die Liebe zu chatten. Sind das etwa auch die MEdis? Ich hab das Gefühl, sie wirken schon... Nach 5 Tagen... Hmm.