14. Tag Citalopram - nach einem Therapie-Gespräch

Veröffentlicht auf von Der Autorrr

Ich hatte gestern mein erstes probatorisches Gespräch mit einem Therapeuten. Ich fand es ziemlich angenehm, der Therapeut hatte eine beruhigende Wirkung. Ich habe ihm einiges erzählen können, konnte aber in der kurzen Zeit nicht so ganz in die Tiefe gehen und auch nicht alle Themen ansprechen, die mein komplexes Konglomerat Gefühlswelt beeinflussen. Aber ich denke, das ist klar und normal, dafür gibt es diese 5 probatorischen Gespräche ja.

Was mir etwas Sorgen macht ist die Tatsache, dass die Medis wirklich wirken und ich dadurch einfach gut drauf bin. Ich, bzw. meine Ratio, weiß, dass ich dennoch unbedingt eine Therapie machen sollte! Denn ich will ja auch nicht mein Leben lang Medis nehmen müssen, dass es mir besser geht. Ich frage mich nur, ob der Therapeut das auch erkennt. Im Grunde gehört es zu seiner Profession... Ich habe ihm gesagt, dass ich Citalopram einnehme. In einer Woche ist der nächste Termin. Bis dahin möchte ich darüber nachdenken, was mich in meinem Alltag belastet hat und auch heute noch belastet. Vielleicht schreibe ich es mir auch auf, damit ich es nicht vergesse. Wie gesagt, gerade geht es mir gut und alle Probleme sind sehr weit nach hinten gerückt. Aber sie haben mich geprägt und sind noch da. Und müssen verarbeitet werden.

Ich möchte mich gut fühlen und wohl mit mir. Ich möchte mich ändern. Damit es mir gut geht.

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